Wappen Walting

Affenthal

Chronik Affenthal

Einer der schönsten Flecken der Gemeinde Walting ist das Affenthal. Es erstreckt sich als Seitental der Altmühl zwischen der Brunnmühle und Walting in Richtung der Jurahochstrasse.

In der Veröffentlichung "Der Eichstätter Raum in Geschichte und Gegenwart" von 1984 ist zur Geschichte folgendes zu lesen:
"König Ludwig das Kind überläßt 908 die Jagd- und Holzrechte in diesem Gebiet den Eichstätter Bischöfen. 1166 Rüdeger von Affenthal erwähnt. Bischof Otto (1182-1196) schenkt dem Schottenkloster in Eichstätt zwei Höfe in Affenthal".

Bekannt ist auch die Geschichte von der Affenthalfichte, einst die größte Fichte Bayerns. Sie war 40 Meter lang und ca. 280 Jahre alt, als sie im Winter 1910 gefällt wurde. Unter der Leitung des Rapperszeller königlichen Forstassistenten Hofmann, dem drei Fotografien des Riesenbaums zu verdanken sind, wurde der monumentale Stamm zu Fall gebracht. Ein Bild zeigt die Fichte im verschneiten Wald noch stehend, darunter 13 Holzfäller mit großen Waldsägen und Äxten. Auf dem zweiten Bild stehen drei Männer an der gefällten Fichte und beim dritten Foto sitzt ein Holzfäller vor dem Stammfuß, zwei stehen daneben, um den gewaltigen Umfang zu demonstrieren, zehn Waldarbeiter postierten sich auf dem Stamm. Am Stammfuß wurde ein Durchmesser von fast zwei Meter festgestellt, nach 20 Metern war sie immer noch über einen Meter dick. Der Baum lieferte rund 50 Ster Holz.
Die Jahresringe lassen einen Blick in die Geschichte zu: Als 1618 der Dreißigjährige Krieg ausbrach, war die Fichte wahrscheinlich im schönsten Christbaumalter. Im Forstamt Eichstätt ist die Baumscheibe ausgestellt, darauf sind folgende Jahre markiert: 1802 Ende der mehrhundertjährigen fürstbischöflichen Eichstätter Forstverwaltung; 1803 die kurfürstlich bayerische Forstverwaltung, bis 1806 die kurfürstlich salzburgisch-toskanisch großherzogliche Forstverwaltung; 1817 bis 1855 die herzoglich Leuchtenbergsche Forstregie und ab 1855 die königlich-bayerische Forstverwaltung.